Wir haben erst das 2. Wochenende hinter uns und doch jagt ein Highlight schon das Nächste. 
Der 08. April 2017 wird wohl für Jona in bester Erinnerung bleiben: nach 64 Segelflugstarts mit Fluglehrer durfte Jona das erste Mal ganz alleine die ASK21 fliegen.

"Ich war vorher natürlich etwas aufgeregt, " gesteht der 14-jährige, "aber ich war eigentlich entspannt und habe mich auf jeden Fall darauf gefreut, dass ich alleine fliegen darf. Als ich dann oben nach dem Windenstart ausgeklinkt habe und meine Kreise alleine fliegen durfte, war das einfach cool. Und mit jedem Start hat es noch mehr Spaß gemacht."


Belohnt wurde die tolle Leistung mit einem wunderschönen "A-Strauß" (namensgebend ist hier die "A-Prüfung" wie ua. auch die ersten 3 Alleinflüge eines Flugschülers genannt werden): frisch gepflückt und bestehend aus saisonalen Flugplatzblumen. Außerdem gab es abends nach dem Flugbetrieb noch die A-Tradition. Dabei wird der Flugschüler für die nun kommenden längeren Flüge vorbereitet und für Thermik sensibilisiert.


Für den Dortmunder ging ein Traum in Erfüllung. Er hatte sich ja schon darüber gefreut, nach der langen Winterpause überhaupt endlich wieder in die Luft zu kommen, dass er dann aber auch noch so schnell alleine fliegen durfte, toppte seine Erwartungen.


Herzlichen Glückwunsch und viele, viele tolle und lange Flüge, Jona!

 

 

 

 

Saisonbeginn

 

Sonne, trockener Platz, angenehme Temperaturen und sogar schon Aufwinde - Was ein herrlicher Saisonauftakt bei den Segelfliegern in Derne! Selten hat der Wettergott (Meteorologen sagen Wetterlage) es so gut zu Beginn des Flugbetriebes gemeint.Im Winter wurden die Flugzeuge, die Seilwinde, sonstige Fahrzeuge und der Flugplatz in Schuss gehalten und für den kommenden Sommer vorbereitet. Am Samstag war es dann soweit: Pünktlich um 9 Uhr trafen sich zahlreiche Vereinsmitglieder vor der Flugzeughalle, um nach der 5-monatigen Winterpause endlich wieder starten zu können. Dank der ersten Thermik, konnten sich einige Piloten schon länger in der Luft halten und die bereits frühlingshaft erblühende Gegend im Kamener Osten genießen.

 

Das erste Mal selber fliegen

 

Besonders war der Tag für einen von ihnen: Lukas Neumann.

Schon früh war er mit dem Fliegervirus infiziert: Waren doch die Flüge immer das Beste des ganzen Urlaubes. Seitdem möchte er Pilot werden. Somit war für den 14-jährigen am Wochenende klar, direkt am ersten Flugtag zum Flugplatz zu fahren und Schnuppermitglied bei den Luftsportfreunden zu werden. Dort durfte er mit Hilfe des Fluglehrers ein doppelsitziges Segelflugzeug vom Typ ASK 21 das erste Mal selber fliegen. "Beim Start hatte ich ein unglaubliches Gefühl, da man in nur 2sek auf 100km/h ist und es soooo schnell und steil in die Luft geht. Das hat mir so gut gefallen, dass ich am nächsten Tag bereits in den Verein eingetreten bin und meine Ausbildung begonnen habe! Da ich vieles noch nicht weiß, bin ich erleichtert, dass die Vereinsmitglieder alle so hilfsbereit und nett sind." erzählt Lukas.

 

Schnupperkurs

 

Wer auch mit dem Gedanken spielt, den Segelflugschein machen zu wollen, hat nach Ostern die Möglichkeit schon einmal Höhen- und Flugplatzluft zu schnuppern. Denn dieses Jahr bieten die Luftsportfreunde an der Derner Straße wieder einen Schnupperkurs unter der Leitung der dreimaligen Streckensegelflugweltmeisterin Sue Kussbach an. Nach einem Theorievormittag und der Flugplatz- und Flugbetriebseinweisung bekommt jeder Schnupperer an 2 Wochenenden die Gelegenheit, am Flugbetrieb teilzunehmen und seine ersten Segelflüge mit Fluglehrer zu meistern.

 

Infos zum Schnupperkurs

 

Max. 15 Teilnehmer
Theorievormittag: Sa 29.4.2017, 10:00 - 13:00
2 Schnupperwochenenden

Weitere Informationen zu Kosten & Anmeldungen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Am 17. März 2017 fand die Jahreshauptversammlung der Luftsportfreunde 2000 Kamen/Dortmund e.V. statt, in welcher die Vereinsmitglieder einstimmig für die Verlängerung des Pachtvertrages an der Derner Str. in Kamen-Heeren gestimmt haben.

Damit ist der Flugbetrieb auf dem Kamener Segelflugplatz für weitere 15 Jahre gesichert.

 

Für den Verein besteht somit Gewissheit, weiterhin Kamen-Heeren als attraktiven Standort des Luftsports in Nordrhein-Westfalen nutzen und anbieten zu können. Auch den Anwohnern der Stadt und der Region können wir somit weiterhin ein interessantes und abwechslungsreiches Freizeitangebot bieten. Wir bedanken uns für das in uns gesetzte Vertrauen unseres Verpächters, der gegenüber uns noch einmal betonte, nie eine Verlängerung des Pachtvertrages in Frage gestellt zu haben.

 

Erfolgreich konnten wir in den letzten Jahren durch die Reduzierung der motorisierten Flugbewegungen und die Neustrukturierung unseres Vereins als gemeinnützige Organisation auch Anwohner von unserem Verein und vom Flugplatz überzeugen – Vielfach haben wir hier positive Rückmeldungen bekommen und bedanken uns hierfür!

 

Auch die teilweise Neuordnung unseres Gebühren- und Beitragssystems zeigt erste Erfolge. Ein ausgeglichenes und erfolgreiches Geschäftsjahr liegt hinter uns und eröffnet uns gute Möglichkeiten zur Instandhaltung und Neuinvestitionen in unseren Flugplatz.

 

Auf die nächsten (mindestens) 15 Jahre Segelflug in Kamen!

 

 

 

 

 

Wir trauern um Wilhelm (Willi) Desinger, den kleinen Mann mit der Mütze, der Generationen von jungen Fliegern auf dem Flugplatz in Kamen ankündigte, ihnen die „Knie spitz zu hacken“, wenn diese mal wieder fliegerischen Bockmist bauten.

 

Was für ein Verlust! Aber auch, was für ein Fliegerleben!

 

Willi war dem Flugsport in Kamen so lange und so tief verbunden, wie kein anderes Vereinsmitglied. Noch in der Woche vor seinem Tod beaufsichtigte er, auch noch mit 93 Jahren aber wachem Verstand und der ihm eigenen, natürlichen Autorität, die Prüfung der Rettungsfallschirme unseres Vereins. Willi, den kannte jeder von uns und jeder schätze ihn für sein Engagement, seine Verantwortungsbereitschaft und seine im besten Sinne kantige Persönlichkeit. Er war ein wirkliches Original. Er war die Seele des Vereins und er war Fluggeschichte zum Anfassen. Dazu zählen erste Flugerfahrungen im 2. Weltkrieg auf der Me 109 und eine fliegerische „Durststrecke“ in der Zeit, in der das Fliegen für Deutsche verboten war. Danach war er es, der die Pionierarbeiten mit landwirtschaftlichem Großgerät bei der Umgestaltung eines simplen Ackers in Derne zum heutigen Segelflugplatz Kamen-Heeren vorantrieb.

 

Genau hier starte er dann eine zweite Flugkarriere mit seinem Segelflugzeug Ka 2, gemeinsam mit seinen Söhnen. Nicht zuletzt erfolgte auch eine Rückkehr zum Motorfliegen, nach dem der Verein einen Motorsegler erwarb. 

 

Schlicht legendär war seine sprachliche Präsenz auf dem Flugplatz. Er war derjenige, der – wie die Flugschüler hinter vorgehaltener Hand tuschelten - kein Funkgerät brauche, um seinen Queranflug anzukündigen, verfüge er doch über ein so schallträchtiges sprachliches Organ, dass „Ansagen“ dieser Art auch über diese Distanz klar verständlich sein müssten.

 

Großen Respekt nötigt uns auch immer noch ab, dass er alle seine Flugscheine in einem von ihm selbst gesetzten Alter (ohne ärztliches Zuraten) abgab, um nicht, wie er sagte, für sich oder andere zu einem Sicherheitsproblem zu werden. Geholfen hat ihm bei dieser Entscheidung sicher auch seine Liebe zum Modellbau, den er in unserem Verein bis zum Schluss betrieb. Dieses mit selbstgebautem Fluggerät, das in seiner ausgeklügelten Aerodynamik und seiner konstruktiven Präzision immer wieder auch die „echten“ Piloten in Staunen versetzte.

 

Unvergesslich auch seine mit Engelsgeduld betriebenen Basteleinsätze für Kinder und Jugendliche während der jährlichen Drachenfeste auf unserem Flugplatz. Mensch Willi, das tut schon weh, sich den Flugbetrieb ohne Dich vorzustellen. „Das ist der Lauf der Dinge“, würdest Du wahrscheinlich sagen und hinzufügen „… nu mach mal nicht Gedöns drum – Junge!“ Nein, machen wir nicht – aber den Hut ziehen wir trotzdem vor Dir, wenn es auch in diesem Falle eher die Thermikmütze ist. Mach‘s gut lieber Willi!

 

Für alle Luftsportfreunde 2000 Kamen/Dortmund e.V.

 

Der Vorstand

 

 

"Haltemannschaft?" "Fertig!"
"Startmannschaft?" "Fertig!"
"Ausziehen!" ...
"Laufen!"...
"Looos!" Pfffffffffffffff...


Was die Luftsportfreunde in Kamen schonmal abends lauthals als Dankesspruch nach einem erfolgreichen Flugtag auf der Terrasse am Flugplatz zelebrieren, ist auf der Wasserkuppe in der Rhön noch Gang und Gebe. Denn dort, auf dem "Berg der Flieger", wird der sogenannte Gummiseilstart noch echt mit Gummiseil und einem über 60 Jahre alten Schulgleiter ausgeführt. So haben die "Alten" damals Segelfliegen gelernt.

 

Genau das wollten 23 neugierige "Jungspunde" des in Derne ansässigen Vereins auch erleben. ...Wollten!


Nachdem die Wasserkuppe, mit 950m Hessens höchste Erhebung, sich am Freitag bei der Ankunft noch bei bestem Wetter präsentierte, gab es an den beiden folgenden und potenziellen Flugtagen dichten Nebel, Temperaturen um die 12°Grad Celsius und bis zu 50km/h Wind. Ziemlich das Gegenteil von dem heißen und sommerlichen Wetter, welches man bis dahin im flachen Kamen gewohnt war.


So wurde zwar nicht am Seil gezerrt oder geflogen, aber es war genügend Zeit, sich im deutschen Segelflugmuseum umzusehen und sogar mit anzupacken! Die Ausstellung musste umgebaut werden und die Museumsangestellten freuten sich über tatkräftige Unterstützung. Segelfluggeschichte zum Anfassen!

Bei einer Wanderung über die Wasserkuppe entdeckten die Luftsportler das Fliegerdenkmal, welches 1923 in Gedenken an die gefallenen Flieger des ersten Weltkrieges auf einem vulkanischen Basaltschlot errichtet wurde. Es befindet sich einige Meter unterhalb des Radoms, einer ehemaligen NATO-Radaranlage, welche nicht nur den Gipfel mit seiner fantastischen Aussicht markiert, sondern auch an den kalten Krieg erinnert.

 

Nächstes Jahr soll es wieder zur geschichtsträchtigen "Wiege des Segelfluges" gehen, bei hoffentlich fliegbaren Wetter, damit dann ein Bericht eines selbst erlebten Gummiseilstarts an dieser Stelle stehen kann.

 

 

Vergangenes Wochenende haben sechs junge Luftsportler der Luftsportfreunde Kamen/Dortmund 2000 e.V. am diesjährigen sogenannten Airlebnis am Flugplatz Grefrath-Niershorst teilgenommen. Das Airlebnis wird von der Luftsportjugend NRW schon das 7. Mal ausgerichtet und gibt jungen Fliegern die Möglichkeit, in andere Luftsportarten, wie zB. Motorkunstflug, Fallschirmspringen, Ballonfahren, Segelkunstflug, Motorflug oder Ultraleichtflug hinein zu schnuppern.

 

Tobias Karrasch durfte in einer Pitts, einem zweisitzigen Doppeldecker seinen ersten Motorkunstflug airleben, Lennart Schnettberg gewann seinen ersten Fallschirmsprung und sprang mit einem erfahrenen Fallschirmspringer aus einem in 3500 bis 4000 Meter fliegendem Flugzeug.

 

Die dritte glückliche Gewinnerin war Kerstin Ashoff, die das erste Mal in einem Ballon mitfahren sollte. Leider war es dafür am Samstag und Sonntag zu windig, sodass die Ballonfahrt an einem anderen Tag stattfinden wird.

 

Für die drei anderen Teilnehmer des Kamener Vereins hat es leider keine Plätze mehr in der Wunschsportart gegeben. Christian Schlienkamp, Jasmin Berenberg, und Daniel Welling airlebten dafür zusammen mit ihrem Piloten in einer einmotorigen Piper einen Rundflug über Grefrath.

 

Mit einer fetten Party und der Flugplatzkapelle Stölln ließ man das gelungene Eventwochenende ausklingen.

 

Die sechs begeisterten Segelflieger kehrten um einige neuen Eindrücke, Erfahrungen und Freunde reicher zum heimischen Flugplatz in Derne zurück und hoffen, nächstes Jahr wieder beim Airlebnis dabei sein zu können.

 

 

Vom 09. bis zum 16. Juni 2016 haben drei Piloten der Luftsportfreunde an der diesjährigen, vom Deutschen Aeroclub organisierten Sommertour teilgenommen. Mit 13 Flugzeugen, darunter fünf Ultraleichtflugzeuge und einem Motorsegler sowie sieben Motorflugzeugen wurden weit über 3000 Km zurückgelegt und eine Woche Abenteuer pur genossen.

 

Nach dem gemeinsamen Treffpunkt in Meschende ging es zum Lufttransportgeschwader der Bundeswehr nach Landsberg am Lech. Von dort wurde nach der Alplenflugeinweisung bei bestem Wetter die Tour durch die atemberaubende Kulisse der Alpen nach Trento in Südtirol und im Anschluss Richtung Gardasee fortgesetzt.

 

Nach einem zweitägigen, wetterbedingten Stopp ging es weiter über Venedig nach Caorle, um aufzutanken, bevor es dann entlang der unglaublich beeindruckende Adria-Küste nach Pula in Kroatien ging. Am nächsten Tag führte die Route weiter durch die Berge Kroatiens vorbei an Zagreb, nach Österreich, vorbei an Wien, weiter nach Ungarn zum Plattensee (dem größten Binnensee Mitteleuropas).  

 

Am Balaton durfte dann natürlich die Fliegerparty am Strand mit Gitarre und Mundharmonika nicht fehlen. Dem Regen entfliehend führte die Strecke weiter nach Norden in den Norden der Tschechei, nach Rana. Hier galt es ein kleines Wetterloch zu finden, entgegen der von Westen annähernden Front über das Erzgebirge nach Eisenach und von dort weiter zurück nach Kamen zu fliegen.

 

Mit dem Flugzeug durch die Welt zu ziehen ist wirklich eines der letzten Abenteuer unserer Zeit. Wo sonst viel in der Fliegerei planbar ist, ist bei einem solchen Tour Geschick, Planungsvermögen, Glück und Durchhaltevermögen sowie Geduld gefragt. Unser 1. Vorsitzender, Lothar Müller beschreibt die Tour als eines der größten Highlights in seinem Fliegerleben. Lothar Müller und Uwe Pollei steuerten unsere D-KAMC sicher durch Europa, Burkhard Pflug hat an der Seite vom Organisator Volker Engelmann teilgenommen.

 

 

  

 

 

Rund 500 Meter über dem Kamener Autobahnkreuz: Wer aus dieser Höhe nach unten blickt, sieht eine andere Welt. In der sind Miniaturautos unterwegs, Häuser erscheinen als kleine Modellbauten, mächtige Industrie-Schornsteine werden zu dünnen Masten. Diese Perspektive zu erleben, ist der besondere Reiz des Segelfliegens. Ihm sind zehn Auszubildende mit Behinderungen, darunter zwei Rollstuhlfahrer, aus dem Berufsbildungswerk (BBW) Volmarstein bei einer Tour zum Segelflugplatz in Kamen erlegen. 

 

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Bestes Frühlingswetter sorgte am 26. März endlich für den ersten Flugtag der Saison 2016. Trotz des Regens am Vortag waren die Platzverhältnisse einigermaßen ausreichend, um mit Segelfliegern, Motorseglern & Co. in die Luft zu kommen. Auch einige Privatflieger nutzten den Tag und sorgten für allerhand Verkehr auf unserem Flugplatz. Ordentlicher Seitenwind versprach zudem beste Übungsflüge für unsere obligatorischen Überprüfungsstarts zu Saisonbeginn.

 

 


 

Am 03. Oktober ging es an unserem Flugplatz wirklich hoch(!) hinaus. Im zweiten Anlauf schaffte es das Team um den Königsborner Hobbyfotografen Roland Störmer den großen Wetterballon im Himmel aufsteigen zu lassen, um aus 30km Höhe Aufnahmen und diverse Messungen zu machen.


Bereits zum dritten mal startete das Team die mit u.a. drei Film- und zwei Fotokameras ausgerüstete Gondel am Ballon vom Flugplatz Kamen-Heeren aus. Nach dem Aufstieg auf 36.386m Höhe landete die Gondel am Fallschirm unbeschadet im Münsterland, wo sie das Team mittels GPS-Ortung problemlos auffinden konnte.

 

 

 

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