Ultraleichtflug - Was ist das überhaupt?

In den letzten Jahren ist die Ultraleichtfliegerei in Deutschland stetig gewachsen. Gegenüber dem klassischen Motorflug ist die Flugstunde im Ultraleichtflugzeug wesentlich günstiger, zudem ermöglicht der technische Fortschritt in den letzten Jahren erheblich bessere Flugleistungen, die teilweise bereits an Motorflugzeuge heranreichen. 

UL44Ultraleichtflugzeuge, offziell garnicht Flugzeuge, sondern "Luftsportgeräte" genannt, gibt es in verschiedenen aerodynamischen Formen: Es wird unterschieden nach Dreiachs-UL, UL-Tragschrauber, Trike, Motorschirm und UL-Segelflug. Wir bieten die Ausbildung für die Dreiachs-UL-Lizenz an. Dreiachs-UL bedeutet, dass das Flugzeug über die drei Achsen (Hoch-, Längs- und Querachse) aerodynamisch gesteuert wird. Die Steuerung verläuft also wie bei einem Motorflugzeug, weshalb diese UL-Flugzeuge auch fliegerisch mit klassischen Motorflugzeugen vergleichbar sind.

 Die "Dreiachser" haben alle ein maximales Abfluggewicht von 472,5 kg. Ein einmotoriges Motorflugzeug (z.B. Cessna 172 oder Piper PA28) verfügt dagegen über eine Max.-Abflugmasse von knapp über 1.100kg. Dadurch ist die Anzahl der Sitzplätze in einem UL auf zwei Personen begrenzt und kaum Gepächbeförderung möglich. Das UL eignet sich also eher zum Fliegen in der Umgebung des Flugplatzes oder für Tagesausflüge ohne größere Reiseabsichten. Zudem ist mit einem UL nur der Flug nach Sichtflugbedingungen möglich. Schönes Wetter sollte also gegeben sein. 

 

Ausbildung

Für die Ausbildung zum UL-Piloten ohne fliegerische Vorbildung ist sowohl eine theoretische Ausbildung, als auch eine praktische Ausbildung erfoderlich. Die theoretische Ausbildung umfasst eine Ausbildung u.a. in den Bereichen Luftrecht, Navigation oder Technik. Die Theorieausbildung wird immer in der "flugfreien" Zeit absolviert, also zwischen November und März. Häufig schließen wir uns hierbei mit anderen Vereinen aus der Region zusammen. 


UL2Die Theorieausbildung ähnelt der Ausbildung für Segel- oder Motorsegleranwärter. Daher findet der Untericht auch meist zusammen statt. Da viele Ultraleichtflugzeuge mit einem pyrotechnischen Rettungsfallschirm ausgerüstet sind, ist zudem eine pyrotechnische Einweisung erforderlich.
 

 

Die praktische Ausbildung umfasst insgesamt 30 Flugstunden, davon 5 Stunden im Alleinflug. Daneben müssen Starts und Landungen auf verschiedenen Flugplätzen und Außenlandeübungen absolviert werden. Ebenso zum Ausbildungsprogramm gehören Streckenflüge über 200km inkl. Zwischenlandungen und 50km im Alleinflug. Eine Einweisung in besondere Flugzustände und das Verhalten bei Notfällen ist obligatorisch.

 

 

Kosten

Anhand der nachfolgenden Auflistung können Sie in etwa abschätzen, welche Kosten für die UL-Ausbildung insgesamt auf Sie zukommen werden. Zur Veranschaulichung unseres Arbeitsstundenmodells haben wir die Berechnung mit einer unterschiedlichen Anzahl von Arbeitsstunden kalluliert:

Aufnahmegebühr in den Verein: 500,- € 
Jahresbeitrag (Ausbildungsdauer von 2 Jahren angenommen): 700,- €
Quaxfonds (ebenso 2 Jahre): 100,- €
Fluggebühren: 30 Flugstunden bei 0 Arbeitsstunden: ca. 2.850,- €
Fluggebühren: 30 Flugstunden bei 60 Arbeitsstunden: ca. 2.250,- €
Fluggebühren: 30 Flugstunden bei 120 Arbeitsstunden: ca. 1.800,- €
Prüfungsgebühren des Vereins: 100,- €
Landegebühren: ca. 300,- €
Prüfungsgebühren/Behörden: ca. 500,- €
Bei Anfängerschulung anfallende Schulungsgebühr: ca. 570,- €

Die genauen Kosten lassen sich erst nach Abschluss der Ausbildung kalkulieren, da diese auch von den individuellen Möglichkeiten des Flugschülers abhängen, was Zeitaufwand und Ausbildungsfortschritt betrifft. Festhalten lässt sich allerdings, dass bei der üblichen Anzahl von 60 Arbeitsstunden nach ca. 2 Jahren und nach Einsatz von ca. 5.000,- € der Flugschein "ausgehändigt" wird. Der große Vorteil bei den Luftsportfreunden: Wir sind ein ehrenamtlicher Verein. Sämtliche anfallenden Arbeiten werden ehrenamtlich durchgeführt, auch die Arbeit der Fluglehrer. Dies ermöglicht uns, die Flugausbildung wesentlich günstiger anzubieten, als dies eine gewerbliche Flugschule kann. Dies spiegelt sich auch in dem Arbeitsstundenmodell wieder, bei dem die geleistete Arbeit durch die Vergünstigung der Fluggebühren belohnt wird. 

 

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UL-Schein -> Fehlende Anrechnung für andere Lizenzen 

Es sollte jedoch folgendes beachtet werden: Die UL-Lizenz ist gut geeignet für Anwärter, die nach der UL-Ausbildung keine weiteren fliegerischen Ambitionen haben. Dies liegt an der fehlenden Anrechenbarkeit der Ausbildung und der Flugstunden für andere Lizenzen. Sind nach der Ausbildung noch Segelflug- oder Motorflugambitionen vorhanden, macht es Sinn, zuerst mit den anderen Ausbildungsmöglichkeiten zu beginnen. Die Ausbildung zum Motorflugpiloten lässt sich nahezu vollständig auf die UL-Ausbildung anrechnen, sodass über diesen Weg mit einer Ausbildung nahezu zwei Lizenzen erworben werden können. Die Motorflugausbildung (bei uns mit dem Motorsegler) ist zwar etwas teurer, dafür aber viel "wertvoller", was die Nutzung der Ausbildung für andere Lizenzen betrifft. Näheres dazu erklären wir jedoch gern im persönlichen Gespräch.

 

 

 

Neugierig geworden?

 

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Unser erfahrener Fluglehrer Lothar Müller steht Ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Sein Profil:

  • Ausbildungsleiter für Motorflug
  • Seit 1967 Vereinsmitglied

Lehrberechtigungen:

  • Segelflug (SPL)
  • Motorsegler PPL(A) TMG
  • Motoflug PPL(A) SEP
  • Ultraleicht (UL)
  • Tragschraube (Gyrocopter)
 

 

Lothar Müller ist nach wie vor leidenschaftlicher Streckenflieger im Segelflug und im Besitz des 1000 km-Diploms.

Für Fragen zur Ausbildung steht er Ihnen an allen Tagen in der Woche unter folgenden Kontaktinformationen zur Verfügung:

 

Mobil:   0171-2732385

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

 

 

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