eike und dennis

Auch Segelflieger können Motorflug, das zeigen zwei neue Motorpiloten, die vor einiger Zeit ihren Segelflugschein gemacht haben und in den letzten Tagen ihre Prüfung zum Motorseglerpiloten absolvierten. Unter "strenger" Beobachtung des Prüfers aus dem münsteraner Luftamt legten sie trotz eher widriger Wetterbedingungen ihre praktische Prüfung ab – und das ohne Beanstandungen.

Wir gratulieren herzlich und wünschen viele schöne Flüge zu Zielen, die man als Segelflieger zwar häufig überfliegt - aber auf denen man normalerweise nicht landet, weil man ja Strecken-Kilometer sammeln muss.

Vielleicht gönnt ihr Euch auch mal einen Flug zu den Ostfriesischen Insel - sind ja nur 90 Minuten bis dahin. Aber auch eine längere Tour ins Ausland wäre eine tolle Erfahrung.

Was ihr auch immer mit Eurem Schein macht: In jedem Falle „Hals und Beinbruch!“

 

 

 50 Jahrfeier

Das war eine prima Party – 50 Jahre Luftsportfreunde – und viele kamen. Bewusst hatten wir darauf verzichtet, ein öffentliches Fest zu feiern. Denn unser Motto war: „Das ist unser Verein und dann ist das auch unsere Feier!“

Offensichtlich hatte auch der Wettergott Gefallen daran und wir konnten mit knapp 100 Gästen draußen bei angenehmen Temperaturen einen schönen Nachmittag und Abend verbringen. Das Programm bot Abwechslung. Keine endlosen Reden, sondern Vereins- und Flugplatzgeschichte zum "Anfassen". So wurden zwei Zeitzeugen im Hinblick auf die Vereinsgründung und auf die Umstände des Flugplatzbaus interviewt. Eine häufige Reaktion der Zuhörer lautete dann auch: "Hut ab vor den Gründern unseres Verein - was die alles unternehmen mussten, damit wir heute hier unserem Sport nachgehen können!".

Danach ging es um die Ernennung eines unserer Vereinsmitglieder zum Flugkapitän einer deutschen Airline. Hier gaben uns viele Profis aus der "großen" Luftfahrt die Ehre und unterstrichen, welche Bedeutung unser Sport auch für die Ausbildung der professionellen Fliegerei in Deutschland hat.

So eingestimmt wurde beim anschließenden Buffet Energie für den weiteren Verlauf des Abends gesammelt. Die Töpfe waren gut gefüllt und besonders engagierte Mitglieder übernahmen die Bewirtung der Gäste. Höhepunkt war sicherlich die Vorstellung eines Films, der in vielen Details die umfangreichen Aufbauarbeiten für unser Segelfluggelände zeigte. Erdbewegungen größter Art, die Verlegung eines Bachlaufes unter die Erde der Landbahn oder auch die umfangreichen Baumrodungsarbeiten nötigten vielen Respekt ab. Weitere Filme aus den letzten Sommerfluglagern, beispielsweise aus Isny oder auch vom Platzbetrieb, bereicherten das offizielle Programm zusätzlich.

Eine rundum gelungene Veranstaltung, da waren sich alle einig. Viele neue Kontakte innerhalb des Vereins konnten bei einem Kaltgetränk geknüpft und alte Kontakte wieder aufgefrischt werden. Deshalb bedanken wir uns auch an dieser Stelle nochmals herzlich bei allen, die zum Gelingen beigetragen haben.

 

 

Sie sind zurück, unsere Piloten aus ihrem diesjährigen Fluglager in Isny (Allgäu). Bestes Wetter ermöglichte ihnen große Streckenflüge im Segelflug. Einige davon über 700 km an einem Stück. Aber auch die Genussflieger kamen nicht zu kurz und freuten sich über stundenlange Flüge in den Alpen und über dem Bodensee. Wie jedes Jahr war auch dieses Fluglager bei den Vereinsmitgliedern wieder sehr begehrt. Knapp 40 Teilnehmer und 10 Flugzeuge fanden den Weg nach Isny. Auch die Motorflugsparte besuchte die Segelflieger im Allgäu. Eine Besonderheit war dieses Mal, dass sich sogar ein Trike (Schwerkraftgesteuertes UL-Flugzeug mit offener Kabine) auf den langen Weg nach Isny und zurück machte. Der Pilot war begeistert von den schönen Eindrücken auf dem Weg sowie am Zielort – aber etwas lange Arme hatte er dann doch, wie er zugab. Insgesamt zeugen über 200 Starts im Fluglager vom regen Betrieb durch die Luftsportfreunde. Das schreit nach Wiederholung im nächsten Jahr, deshalb wird derzeit gerade intensiv geplant, der Zielort ist aber noch ein kleines Geheimnis.

Isny

Werner Möller

Wir trauern um Werner Möller, unserer ehemaliges Vorstandsmitglied, der am 11. Juli nach längerer Krankheit im Alter von 89 Jahren verstorben ist.

Zwanzig Jahre lang hielt Werner Möller als Technischer Leiter unseren Flugzeugpark in guter Ordnung. Außerdem war er neunzehn Jahre lang Stellvertretender Vorsitzender des Vereins, zudem Motorwart und Werkstattleiter. Mit dem Eintrittsdatum August 1982 war er eines der langjährigsten Mitglieder unseres Vereins. Außergewöhnlich war, dass er erst mit 54 Jahren nach seiner beruflichen Zeit als Zechensteiger zum Segelflug kam. In den letzten Jahren war es gesundheitsbedingt um ihn ruhiger geworden, trotzdem fand er sich mit Fahrhilfe von Vereinsmitgliedern immer noch gerne am Flugplatz ein und genoss den Blick von der Terrasse auf den Flugbetrieb.

Der Verein verdankt Werner viel. Ohne ihn ständen wir heute nicht so erfolgreich da. Wir denken deshalb gern an ihn zurück und wünschen allen, die mit uns trauern, Trost in dem Gedanken, dass er sein Fliegerleben, wenn auch spät gestartet, umso intensiver gelebt hat.

Danke für alles Werner!

Der Vorstand der Luftsportfreunde

  

Samstag 30. Juni 2018, Treffpunkt Flugplatz Kamen 03.30 Uhr. Nicht nachmittags – sondern morgens! In der Tat eine ungewöhnliche Zeit, um Flugvorbereitungen zu treffen – aber einmal im Jahr doch immer wieder gerne veranstaltet – der „Longest Day - Segelflug“ bei den Luftsportfreunden. Pünktlich zur angegeben Zeit fanden sich 18 Piloten vor den Hallen ein, um noch vor Sonnenaufgang die Flugzeuge und alle weitere Ausrüstung vorbereit zu haben.

Startzeit 4:28 Uhr war geplant und wurde auch sekundengenau eingehalten. In absolut ruhiger Luft und bei bestem Wetter fanden die ersten Flüge statt. Überrascht waren viele, wie leise und wie turbulenzlos die Flugzeuge in der klaren Morgenluft gleiten – ein unvergessliches Erlebnis und das für viele zum ersten Mal. Die Stimmung war toll und es fanden sich sogar Piloten, die wirklich den ganzen Tag bis zum Sonnenuntergang (na ja, einige vielleicht mit ein wenig Zwischenschlaf) am Flugbetrieb teilnahmen. Klasse Veranstaltung meinten viele – müssen wir unbedingt wieder machen.

 

Longest Day

 

 

Sommertour2018 2

 

Gemeinsam mit 15 anderen Motorflugzeugen nahmen drei Kamener Piloten/Innen an der diesjährigen Sommertour des DAEC NRW teil. Geplant war eine Tour nach Rumänien ans Schwarze Meer. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt – so auch hier.

An der Grenze zur Ukraine machte der Gruppe das Wetter in den Karpaten einen Strich durch die Rechnung. Schwere Gewitter, die auch in den nächsten Tagen anhalten sollten, machten einen Weiterflug in diese Richtung sehr risikoreich und so entschied sich die Gruppe spontan, die Tour nach Norden zu drehen und ins Baltikum zu fliegen. Nach einer Landung in Warschau (inkl. Übernachtung) ging es weiter nach Litauen - unter anderem nach Kaunas, der zweitgrößten Stadt des Landes. Bestes Flugwetter und sehr freundliche Aufnahme an den Flugplätzen entschädigte für die Planänderung. Bei der Rücktour entlang der Ostsee wurde in Polen in Kołobrzeg (Kolberg) und in Deutschland in Lübeck gelandet und übernachtet. Den krönenden Abschluss bildete ein Überflug der Hamburger Innenstadt sowie eine Zwischenstation am Wittmunder Militärflughafen.

„Eine tolle Tour!“, da sind sich alle Teilnehmer einig. Das die Route geändert wurde, tut der Freude keinen Abbruch - im Gegenteil – die Ungewissheit, wo man am nächsten Tag sein wird, macht den Charme dieser jährlich stattfinden Tour aus. Mal sehen, wohin wir nächstes Jahr fliegen.

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Wieder einer, der seine ersten Alleinflüge erfolgreich gemeistert hat. Harald, unser Paradebeispiel dafür, dass Segelfliegen in jeden Alter erlernbar ist, brachte bei bestem Wetter unsere ASK 21 sicher und absolut souverän drei Mal zurück auf die Landebahn 11. Wir alle freuen uns mit ihm, ist er doch eine absolute Bereicherung unserer Truppe und nimmer müder „Starthelfer vorm Herrn“.

Natürlich wurden im die Insignien des Alleinfliegers (Distelstrauch) durch die Fluglehrer verliehen und auch der obligatorische Schlag der Pilotenkollegen auf das Hinterteil, zwecks Verbesserung der Thermiksensibilität, durfte nicht fehlen. Danach überschlugen sich die WhatsApp Glückwünsche und der Tag klang bei einer durch den Alleinflieger gesponserten Kiste Kaltgetränke auf unserer Terrasse aus. Gut gemacht Harald!

 

Christel Bild

 

Wir können es alle noch gar nicht fassen. Christel Müller, das Gesicht im Fenster unserer Flugplatzkantine und erster Kontaktpartner für hunderte, ja tausende unserer Gäste, ist völlig überraschend verstorben.

Immer freundlich und um besten Service bemüht, war sie jedes Wochenende und wenn es notwendig war auch unter der Woche für uns im Einsatz. Ihre Baguettes waren legendär und ihre vielen Sondereinsätze im Rahmen der Osterfeuer, der KITE oder bei Besuchen von Schulen oder anderen Gruppen werden lange unvergessen bleiben. Ja, es machte ihr Freude, die Kantine zu leiten, auch wenn es ihr körperlich nicht immer leicht fiel. Aber hier kannte sie jeder und stetig kamen neue Kontakte hinzu. Noch wenige Tage vor Ihrem plötzlichen Tod arbeitete sie während der KITE 2018 in der Kantine und man konnte ihr die Freude an dieser Tätigkeit anmerken. Vielleicht ist es ein kleiner Trost für einige, dass sie so bis zuletzt unserer Vereinsleben aktiv bereichern konnte.

Wir trauern mit Lothar Müller und seiner Familie, die mit Christel eine herzensgute Frau und Mutter verloren haben. Wir als Verein verlieren mit ihr ein Stück des Charakters unseres Vereins. Das hinterlässt eine Lücke, die sich nicht mehr schließen lässt.

In Dankbarkeit der Vorstand und alle Luftsportfreunde

Kamen, 10.05.2018

Es ist wieder soweit, jede Menge Drachen über dem Kamener Kreuz und die ersten Besucher strömen bereits zur KITE 2018. Das Wetter ist bestens, der Himmel stahlblau und der Wind stramm aus Nordost. Beste Voraussetzungen für ein Drachenspektakel wie es die KITE auf unserem Flugplatz seit mehr als 30 Jahren bietet. In diesem Jahr könnte ein neuer Besucherrekord ins Haus stehen, da die Rahmenbedingungen nicht viel besser sein könnten. Alle Drachenfreunde sind bereits eingetroffen, lassen ihre Kites steigen oder genießen einfach das herrliche Wetter an ihren Zelten und Wohnwagen. Die gastronomischen Betriebe sind am Start und auch die Fahrgeschäfte sind geöffnet.

Am Sonntagabend stand es dann fest, mehr als 10.000 Besucher. So viel waren es seit Jahren nicht mehr. Wir freuen uns, dass wir so vielen Gästen unseres Flugplatzes ein wunderschönes Wochenende bereiten konnten.

Ihre Luftsportfreunde

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Schauer und Gewitter waren angesagt, eigentlich kein Wetter für's Segelfliegen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. So war es auch für Felix, der seit Wochen schon seinem ersten Alleinflug entgegenfiebert. Nun war es soweit - zwei Fluglehrer haben seine Alleinflugreife unabhängig voneinander bestätigt und er kann zu seinen obligatorischen drei Starts für die A-Prüfung ins Cockpit steigen.

Hohe Konzentration und auch etwas feuchte Hände aber das braucht es auch, um die Sache nicht zu leicht zu nehmen. Routiniert wie die alten Hasen spult Felix aber sein Flugprogramm ab und Sven, sein Fluglehrer, kann ihm am Ende verdient den berühmt-berüchtigten Distelstrauch für die bestandene A-Prüfung in die Hand drücken.

Glückwunsch Felix!

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