...und wie der Fluglehrer das miterlebt:

 

Lukas ist seit einer gefühlten Ewigkeit schon begeistert vom Fliegen, möchte später einmal Pilot werden und ist seit Anfang der Saison Mitglied bei den Luftsportfreunden (s. Bericht über den Saisonbeginn 2017).

 

"Aber, dass ich nach 4-5 Monaten alleine fliegen kann, hätte ich nicht gedacht. Als mich Niels angesprochen hat, ob ich körperlich und geistig bereit wäre, meine A zu fliegen, habe ich natürlich Ja! gesagt!"
Selbstverständlich?!
Vielleicht...


Denn, als es dann soweit war und Lukas das erste Mal alleine in der 21 saß, hatte er schon ein komisches Gefühl im Bauch. "Man hat zwar keinen Fluglehrer mehr im Nacken sitzen, der einem irgendwas im Flugzeug erzählt, aber man hat auch niemanden mehr, der einem mal eben helfen kann." gibt Lukas nach seinen 3 erfolgreich absolvierten Alleinflügen vorsichtig zu bedenken. So arg ist es nun nicht. Niels ist seit 20 Jahren bei den LSF 2000 Kamen/Dortmund e.V., seit anderthalb Jahren ausgebildeter Segelfluglehrer und hat Lukas bis zu seinen ersten Alleinflügen mit ausgebildet.

 

Der Moment, wenn ein Flugschüler das erste Mal alleine fliegen soll, ist keineswegs ein willkürlicher Tag, sondern wohl überlegt und in vielerlei Hinsicht gut abgewägt. Zum Einen muss das Umfeld passen: Das Wetter sollte ruhig sein und es sollte wenig Flugbetrieb am Flugplatz herrschen. Zum Anderen muss der Flugschüler bis zu seinem ersten Alleinflug alle vorgeschriebenen Punkte des Ausbildungsabschnittes beherrschen. Dann kommt die jeweilige Tagesform des Flugschülers noch dazu. Daher fliegt der Schüler immer erst nochmal mit zwei Fluglehrern, die beide aufgrund der erbrachten Leistung sich für oder gegen die folgenden Alleinflüge entscheiden.


Ist es dann soweit, steht ein Fluglehrer am Boden am Funkgerät und beobachtet die Flüge seines Schützlinges. Bereit, jederzeit mündliche Hilfe und Unterstützung zu bieten. Aber auch Niels gibt zu: "Wenn man dann nach erfolgter Einweisung für den Alleinflug am Funk steht und die Verständigung nochmal checkt, ist man dann doch, trotz erfolgter Zustimmung des zweiten Fluglehrers, etwas angespannt."

 

Die Anspannung verfliegt ein wenig nach dem ersten Windenstart und "Nach den erfolgreichen 3 Platzrunden ist man dann doch schon stolz auf seinen Schützling und kann ein erleichtertes Grinsen beim Gratulieren nicht unterdrücken!" So ähnlich ging es auch Lukas nachdem er wieder am Boden war: "Jetzt bin ich aber glücklich, dass ich das Flugzeug und mich heile nach unten gebracht hab." Die Freude war riesig!

 

Doch erst als er von den ganzen anwesenden Vereinsmitgliedern beglückwunscht wurde und seinen A-Strauß erhielt, realisierte er, dass er mit seinen erst vier Monaten Flugerfahrung alleine starten und landen kann.

 

 
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